Wo kommen Zwiebeln her?
Die Geschichte der Zwiebel ist eine Geschichte, bei der einem die Tränen kommen. Vor Rührung, natürlich. Oder wegen der schwefelhaltigen ätherischen Öle, wer weiß das schon so genau. Aber wo kommt die Zwiebel eigentlich her? Eigentlich kommt die scharfe Knolle aus Zentralasien. Da waren sie damals schon beliebt, bevor sie ihren Siegeszug um die Welt antraten.
Schon im alten Ägypten waren sie der absolute Renner. Man sagt sogar, die Arbeiter an den Pyramiden wurden teilweise in Zwiebeln (und Rettich) bezahlt. Stell Dir das mal vor: „Hier ist dein Lohn“ und zack, kriegst du ’nen Sack Zwiebeln. Damals galten sie als Symbol für das ewige Leben, wegen ihrer vielen Schichten. Ziemlich tiefgründig für so ein Gemüse.
Die Römer brachten sie dann schließlich nach Europa. Die fanden sie nämlich auch ziemlich gut. Im Mittelalter war die Zwiebel dann hier bei uns gar nicht mehr wegzudenken. Sie war günstig, wuchs überall und schmeckte (meistens). Sie galt damals sogar als Zahlungsmittel oder Geschenk. „Alles Gute zur Hochzeit, hier ist eine Zwiebel.“ Romantisch, oder?
Heute ist die Zwiebel das meistverbreitete Gemüse weltweit. Und sind wir mal ehrlich: Was wäre unsere heutige Küche ohne Zwiebeln? Echt fad. Denn Zwiebeln geben fast jedem Gericht erst die richtige Würze. Ob roh, gebraten, geschmort oder frittiert … ohne geht einfach nicht.
Wie viele Zwiebelarten gibt es auf der Welt?
Apropos Würze und so. Es gibt natürlich nicht nur „die eine“ Zwiebel. Das wäre ja langweilig. Es gibt hunderte Varianten. Gelb, rot, weiß, klein, groß, länglich, rund. Von der milden Gemüsezwiebel bis zur scharfen kleinen Schalotte.
Was wäre unsere heutige Gesellschaft, würden nicht irgendwo Forscher sitzen, die Zwiebelsorten erforschen. Und so wissen wir heute, dass es eine riesige Vielfalt in der Gattung Allium gibt. Zwiebeln sind übrigens eng verwandt mit Knoblauch, Schnittlauch und Porree. Eine richtig scharfe Familie also.
Welche sind die bekanntesten Zwiebelsorten?
Ich denke mal die bekannteste Zwiebelsorte bei uns kennen wir alle: die klassische Haushaltszwiebel (die mit der braungelben Schale). Sie ist der Allrounder in der Küche. Egal ob Gulasch, Soßenansatz oder Bratkartoffeln, sie macht alles mit und wird beim Garen herrlich süß.
Die Rote Zwiebel hingegen ist der Star für alles, was roh gegessen wird. Im Salat oder auf dem Burger sieht sie nicht nur schick aus mit ihrer lila Farbe, sie schmeckt auch etwas milder und süßlicher als ihre gelbe Schwester.
Dann gibt es noch die Schalotten. Die Feinen unter den Zwiebeln. Sie sind kleiner, länglicher und schmecken noch edler und aromatischer. Perfekt für feine Sößchen, wo man keine riesigen Zwiebelstücke haben will.
Und nicht zu vergessen: Die Frühlingszwiebel (oder Lauchzwiebel). Die Lange, Grüne. Super frisch, knackig und perfekt als Topping für fast alles. Dazu aber mehr auf dieser Seite.
Welche Auswirkungen haben Zwiebeln auf die körperliche und geistige Gesundheit von Menschen?
Alle Zwiebel-Lover aufgepasst und Taschentücher bereitgehalten! Zwiebeln sind wahre Wunderwerke der Natur. Sie bringen uns zwar zum Weinen, aber das ist nur ein Zeichen ihrer Power. Sie sind nämlich extrem gesund.
Der wohl wichtigste Inhaltsstoff ist das Allicin (das Zeug, das so riecht), das antibakteriell wirkt und Entzündungen hemmen kann. Früher hat man sich Zwiebelsäckchen ans Ohr gehängt bei Ohrenschmerzen oder Zwiebelsirup gekocht bei Husten. Klingt eklig, hilft aber tatsächlich. Auch Vitamin C ist ordentlich drin. Dass das unser Immunsystem stärkt, weißt Du ja schon :) Zudem enthalten sie Kalium und B-Vitamine.
Alle, die auf ihr Herz achten wollen: Zwiebeln können helfen, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel zu regulieren. Und dank des Flavonoids Quercetin wirken sie als starke Antioxidantien, die unsere Zellen vor bösen freien Radikalen schützen.
Aber nicht nur unserem Körper tun Zwiebeln richtig gut. Auch wenn man beim Schneiden heult, danach fühlt man sich besser, oder? Spaß beiseite, die Inhaltsstoffe fördern die Durchblutung, was ja auch für das Gehirn nicht ganz verkehrt ist.
Also: ESST MEHR ZWIEBELN!
Wie kann man Zwiebeln selbst anbauen?
Eines vorneweg: Zwiebeln sind ziemlich genügsam. Am einfachsten geht es mit sogenannten Steckzwiebeln. Das sind Mini-Zwiebeln, die man einfach in die Erde steckt und wartet, bis sie groß sind. Samen gehen auch, dauern aber länger und sind mühsamer.
Nun aber die 4 Schritte zum selbstgezüchteten Zwiebelglück.
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Wähle die richtige Sorte: Willst Du klassische Küchenzwiebeln für den Wintervorrat oder lieber rote für den Salat? Oder Schalotten für das Gourmet-Dinner? Kauf Dir einfach einen Beutel Steckzwiebeln deiner Wahl im Gartencenter.
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Finde den idealen Standort: Zwiebeln mögen es sonnig und warm. Ein lockerer Boden ist wichtig, damit sie sich gut ausbreiten können. Staunässe hassen sie wie die Pest, da faulen sie nämlich schnell weg. Also: Sonne ja, Sumpf nein.
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Ab in die Erde: Steck die kleinen Zwiebelchen im Frühjahr (März/April) so in die Erde, dass die Spitze gerade noch so rausschaut. Lass zwischen den Zwiebeln ca. 10 cm Platz und zwischen den Reihen 20-30 cm. Sie wollen ja atmen.
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Pflegeleicht: Eigentlich musst Du nur Unkraut zupfen (Zwiebeln mögen keine Konkurrenz) und bei extremer Trockenheit mal gießen. Wenn das Laub im Spätsommer gelb wird und umknickt, sind sie erntereif. Rausziehen, trocknen lassen, fertig.
Ob selbst geerntet oder gekauft: Das kannst Du mit den Zwiebeln leckeres anstellen.
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