Vom Grabbeigabe-Snack zum ersten Streik der Weltgeschichte
Wo kommt das scharfe Zeug eigentlich her? Ursprünglich aus den Steppen Zentralasiens. Aber berühmt gemacht haben ihn die alten Ägypter. Die waren nämlich absolut verrückt nach Knoblauch. Sie haben ihn sogar den Pharaonen als Wegzehrung mit ins Grab gelegt. Vielleicht für den Fall, dass es im Jenseits fade schmeckt?
Fun Fact #1: Der Knoblauch ist schuld am ersten dokumentierten Streik der Weltgeschichte! Die Arbeiter, die die Pyramiden gebaut haben, wurden teilweise mit Knoblauch (und Zwiebeln) bezahlt. Als die Rationen ausblieben, legten sie die Werkzeuge nieder. Stell Dir das mal heute bei Tarifverhandlungen vor: „Wir fordern 5 % mehr Lohn und drei Zehen Knoblauch pro Woche!“
Auch die Römer und Griechen fütterten ihre Soldaten und Gladiatoren damit, weil sie dachten, es macht mutig und stark. Im Mittelalter nutzte man ihn dann – Überraschung – gegen die Pest und natürlich gegen Vampire. Gegen die Pest hat er nicht wirklich geholfen, aber Vampire hat seitdem zumindest niemand mehr gesehen. Ich sag ja nur...
Schwarz, riesig oder lila? Die scharfe Verwandtschaft
Meistens greifen wir im Supermarkt einfach zu dem weißen Netz mit den drei Knollen drin. Aber die Knoblauch-Welt ist größer.
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Der Weiße und der Violette: Die Standard-Typen. Der violette Knoblauch hat oft ein bisschen mehr Wumms und ist länger haltbar.
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Der Schwarze Knoblauch: Nein, der ist nicht verbrannt. Das ist normaler Knoblauch, der wochenlang bei bestimmter Hitze und Luftfeuchtigkeit fermentiert wird. Er wird pechschwarz, weich wie Gummi und verliert seine Schärfe völlig. Er schmeckt süßlich nach Balsamico, Pflaume und Lakritz. Ein absolutes Gourmet-Ding!
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Der Elefantenknoblauch: Eine Knolle so groß wie ein Apfel! Schmeckt extrem mild.
Fun Fact #2: Er ist ein Hochstapler. Botanisch gesehen ist er gar kein echter Knoblauch, sondern gehört zum Ackerlauch.
Fun Fact #3 (Bitte nicht nachmachen, aber ich konnt's einfach nicht verheimlichen): Wenn Du Dir eine halbierte Knoblauchzehe intensiv an die Fußsohle reibst, hast Du nach etwa einer Stunde den Geschmack von Knoblauch im Mund. Die ätherischen Öle dringen durch die Haut direkt in die Blutbahn. Verrückt, oder? Und eklig. Aber vielleicht braucht es dieses Wissen ja mal bei einer nicht näher definierten Gelegenheit?
Welche Auswirkungen hat Knoblauch auf die Gesundheit?
Knoblauch ist quasi die Apotheke aus der Gemüseabteilung. Der absolute Superstar darin heißt Allicin. Der Witz ist: In der unversehrten Zehe gibt es gar kein Allicin. Da gibt es nur Alliin und ein Enzym. Erst wenn Du die Zehe zerschneidest oder zerquetschst, reagieren die beiden miteinander und bilden das Allicin. Das ist der Abwehrmechanismus der Pflanze gegen Fressfeinde. (Und wir denken uns: Geil, ab in die Pfanne damit!)
Allicin ist ein natürliches Antibiotikum. Es wirkt antibakteriell, antiviral und wehrt Pilze ab. Außerdem schützt Knoblauch die Blutgefäße, kann den Blutdruck leicht senken und hält das Blut flüssig.
Aber warum stinken wir danach so erbärmlich? Die schwefelhaltigen Verbindungen wandern bei der Verdauung ins Blut. Und von dort aus müssen sie irgendwohin. Also atmen wir sie über die Lunge aus und schwitzen sie über die Poren aus. Hilft Milch? Hilft Petersilie kauen? Ein bisschen. Aber die harte Wahrheit ist: Wer Knoblauch isst, riecht danach. Die einzige logische Lösung: Sorge dafür, dass alle in Deinem Umfeld auch Knoblauch essen. Dann merkt es keiner.
Kann man Knoblauch selbst anbauen?
Kurz: Ja, einfacher geht's nicht. Knoblauch anzubauen ist so einfach, dass es fast schon frech ist. Du brauchst keinen grünen Daumen, nicht mal einen hellgrünen.
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Der richtige Zeitpunkt: Nicht im Frühling! Knoblauch braucht den Kältereiz des Winters (Stratifikation), um den Setzling in einzelne Zehen zu spalten. Also ab in die Erde damit im Oktober oder November.
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Die Zehe: Nimm eine schöne, dicke Zehe (am besten Bio oder Pflanzknoblauch aus dem Gartencenter) und lass die Schale dran.
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Ab in die Erde: Steck die Zehe ca. 5 cm tief in die Erde. Wichtig: Die spitze Seite muss nach oben zeigen! Sonst wächst er verkehrt herum und verbraucht all seine Energie für einen U-Turn unter der Erde.
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Warten: Das war’s. Im Juli des nächsten Jahres werden die Blätter gelb. Dann ziehst Du ihn raus, lässt ihn trocknen und bist stolz wie Oskar.
Ob gebacken oder roh: Das kannst Du mit Knoblauch anstellen
Orientalischer Rinder-Topf mit Kichererbsen & Masala-Joghurt
Du hast Lust auf einen Eintopf, der nicht nach deutscher Hausmannskost schmeckt, sondern dich geschmacklich in die Ferne beamt? Dann ist dieser Rindertopf mit Kichererbsen dein neuer bester Freund. Statt stundenlangem Kochen ist dieses Gericht mit Rindersuppenfleisch und Kichererbsen ruckzuck fertig. Der Clou ist der kühle Masala-Joghurt, der perfekt zur würzigen Schärfe passt.
Zartes Kalbsschnitzel an cremigen Rahm-Champignons
Lust auf ein Essen, das nach „Sonntagsbraten“ schmeckt, aber in 20 Minuten fertig ist? Dieses Kalbsschnitzel mit braunen Champignons ist deine Rettung. Die Pilze sorgen für ordentlich Umami, die Sahne macht's gemütlich und ein Hauch Zitrone bringt den Frische-Kick. Perfekt für den Feierabend-Luxus.
Cremige Wirsing-Pfanne mit italienischen „Hack“bällchen
Wirsing klingt für dich nach langweiligem Eintopf bei Großtante Emma? Dann wird dich dieses Rezept eines Besseren belehren! Der Kohl trifft hier auf würzige italienische Salsiccia und eine cremige Senf-Note. Das Ergebnis ist ein deftiges Wohlfühlgericht, das in 30 Minuten auf dem Tisch steht und beweist, dass Kohl auch richtig sexy sein kann.
Fruchtiges Ingwer-Hähnchen auf Kürbis-Stampf
Lust auf Farbe auf dem Teller? Dieses Ingwerhähnchen mit Orangen-Note bringt die Sonne zurück in deine Küche. Dazu gibt es einen cremigen Kürbis-Stampf, der durch Cayennepfeffer für ein kleines Geschmacksfeuerwerk sorgt. Schnell gemacht, gesund und alles andere als langweilig!
Feuriges Chili con Carne mit Kartoffel-Kick
Vergiss Reis! Wir essen unser Chili heute mit Kartoffeln. Dieses Rezept für würziges Chili con Carne wärmt nicht nur Herz und Seele, sondern macht dank magerem Tatar und viel Gemüse auch noch fit statt träge. In 45 Minuten fertig und perfekt für den großen Hunger.