Du kennst das sicher: Da gönnt man sich nach einer anstrengenden Arbeitswoche mal ein richtig schönes Stück Steak. Das Fleisch brät fröhlich in der Pfanne vor sich hin (natürlich erst scharf angebraten auf Stufe 9 von 9, gell?) und dann steht man da und denkt sich: Und was esse ich jetzt dazu?
Klar, Pommes oder ein Stück Kräuterbaguette gehen immer. Aber wenn wir mal ehrlich sind, liegt das danach oft schwer im Magen. Ein richtig gutes Steak verträgt Beilagen, die ihm Paroli bieten können, ohne uns direkt ins Food-Koma zu schicken.
Deshalb habe ich heute mal keinen klassischen Rezept-Beitrag für dich, sondern die ultimative Gemüse- und Drink-Inspiration für deinen nächsten Steak-Abend. Keine Sorge, es wird nicht kompliziert, sondern gewohnt einfach, lecker und ohne viel Schnickschnack!
Inhaltsverzeichnis
1. Gerösteter Spitzkohl mit Apfelwürfeln
2. Süß-saure Paprika & rote Zwiebeln aus dem Airfryer
3. Knusper-Brokkoli mit Mandel & Zitrone
4. Hokkaido-Spalten mit knusprigem Salbei
5. Auberginen-Taler mit Miso (aka Umami-Bombe)
6. Knackige Sesam-Chili-Bohnen
7. Ofen-Fenchel mit geschmolzenen Kirschtomaten
8. Cheesy Zucchini-Röllchen mit Mozzarella
9. Smoky Airfryer-Blumenkohl
10. Kräuterseitlinge auf Knoblauch-Spinat
11. Orangen-Wurzelgemüse
12. Vanille-Spargel aus der Pfanne
Die Gemüse-Helden-Beilagen für dein Steak
Hier kommen meine absoluten Favoriten, wenn es um Gemüse-Beilagen zum Rindfleisch geht. Such dir einfach das aus, worauf du gerade am meisten Bock hast!
1. Gerösteter Spitzkohl mit Apfelwürfeln
Klingt erstmal mega öde, ist aber ein absoluter Geheimtipp (abgeguckt bei Sternekoch Alexander Herrmann, wir wollen ja bei den Fakten bleiben, ja gut, er hat's mit Rotkohl gemacht, wir nehmen aber Spitzkohl)! Spitzkohl einfach in dicke Spalten schneiden und in der Pfanne oder im Ofen ordentlich scharf anrösten. Dadurch verliert er dieses muffige Kohlaroma und wird richtig schön nussig. Ganz zum Schluss wirfst du ein paar feine Apfelwürfel dazu. Die milde Säure vom Apfel und der Kohl nehmen dem schweren, fettigen Steak die Wucht.
Zutaten für 2 Personen
- 400g Spitzkohl
- 1 säuerlicher Apfel (z.B. Braeburn)
- 2 TL Olivenöl
- 1 TL Apfelessig
- Salz und kräftiger schwarzer Pfeffer
- 1 EL gehackte Walnüsse
Zubereitung
Schritt 1
Den Auftakt für diese Beilage bilden die Walnüsse. Die röstest du in einer Pfanne, bis sie herrlich duften. Stelle hierzu eine Pfanne auf den Herd und gib die Walnüsse hinein. Du brauchst hierfür absolut kein Öl. Stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9 und erhitze sie. Sobald die Nüsse leicht zu duften beginnen, rührst du um oder schwenkst kunstvoll die Pfanne, damit alle Walnüsse gleich viel Hitze abbekommen. Dann raus aus der Pfanne und auf einen kalten Teller. Denn lässt du sie in der Pfanne, dann werden daraus verkohlte Walnüsse, die nicht mehr so wirklich lecker schmecken.
Schritt 2
Nun ist auch schon die Schnibbelzeit angebrochen. Befreie den Spitzkohl von unschönen Außenblättern, wasche ihn kurz ab und schneide ihn in dicke Spalten. Den Apfel wäschst du ebenfalls, entfernst das Kerngehäuse und schneidest ihn in feine Würfel.
Schritt 3
Jetzt geht es dem Kohl an den Kragen. Wenn du eine Heißluftfritteuse hast, legst Du die Kohlspalten hinein und stellst sie auf 190°C für etwa 12 Minuten ein. Der Kohl soll schöne Röstaromen sammeln und sein etwas muffiges Image ablegen. Hast du keine Heißluftfritteuse? Kein Problem. Nimm Dir eine Pfanne, gib das Olivenöl hinein, stelle die Herdplatte auf Stufe 8 von 9 und erhitze das Olivenöl. Brate die Kohlspalten von beiden Seiten scharf an, schalte dann auf Stufe 6 von 9 herunter und lass den Kohl noch ein paar Minuten in der Pfanne garen, bis er weich ist.
Schritt 4
Ist der Kohl fertig geröstet, holst du ihn aus der Fritteuse oder der Pfanne und gibst ihn in eine Schüssel. Beträufle das Ganze mit dem Apfelessig und schmecke ordentlich mit Salz und kräftigem schwarzen Pfeffer ab.
Schritt 5
Richte den Spitzkohl elegant auf den Tellern an. Gib nun die feinen Apfelwürfel drauf und streue die gerösteten Walnüsse zum Schluss einfach darüber.
2. Süß-saure Paprika & rote Zwiebeln aus dem Airfryer
Wenn du eine Heißluftfritteuse hast: Ab dafür! Paprika und rote Zwiebeln grob schneiden und rein damit. Die Hitze lässt den gemüseeigenen Zucker karamellisieren, das Ganze wird weich und leicht süßlich. Wenn du das warme Gemüse dann mit einem guten Schuss dunklem Balsamico-Essig marinierst, hast du eine geile süß-saure Kombi, die perfekt zur Kruste vom Steak passt.
Zutaten für 2 Personen
- 2 große rote Paprika
- 2 rote Zwiebeln
- 2 EL dunkler Balsamico-Essig
- 1 TL Olivenöl
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 1 EL Pinienkerne
Zubereitung
Schritt 1
Die Vorbereitung ist bei diesem Rezept wirklich ein Kinderspiel. Zuerst wäschst du die Paprika, befreist sie vom Kerngehäuse und schneidest sie in grobe Stücke. Danach schnappst du dir die roten Zwiebeln, schälst sie und schneidest auch sie in ähnlich grobe Stücke. Das muss hier wirklich kein Meisterwerk werden, rustikal ist genau richtig.
Schritt 2
Jetzt kommt Hitze ins Spiel. Wenn du eine Heißluftfritteuse hast, mischst du das geschnittene Gemüse mit dem halben Teelöffel Olivenöl und gibst alles hinein. Stell das Gerät auf 200°C und lass das Gemüse für 15 Minuten rösten. Der natürliche Zucker aus Paprika und Zwiebel soll nämlich schön karamellisieren. Hast du keinen Airfryer? Absolut kein Problem. Nimm dir einfach eine Pfanne, gib das Öl hinein und stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9. Brate das Gemüse darin langsam an, bis es schön weich ist und leichte Röstaromen bekommt.
Schritt 3
Für den gewissen Crunch sorgen wir ganz am Ende. Wenn das Gemüse im Airfryer ist, wirfst du die Pinienkerne einfach für die letzten 3 Minuten mit in den Korb. Machst du das Ganze in der Pfanne, gibst du die Pinienkerne ebenfalls kurz vor Schluss dazu und röstest sie kurz mit an, bis sie anfangen, herrlich zu duften.
Schritt 4
Nun kommt der geschmackliche Zaubertrick. Hol das heiße Gemüse aus dem Airfryer oder nimm die Pfanne vom Herd und fülle alles in eine Schüssel. Gieße sofort den dunklen Balsamico-Essig darüber. Durch die Hitze verbindet sich der Essig wunderbar mit dem Gemüse und es entsteht ein geniales, süß-saures Aroma. Schmecke das Ganze jetzt nur noch mit Salz und kräftigem schwarzen Pfeffer ab und richte es neben dem Fleisch an.
3. Knusper-Brokkoli mit Mandel & Zitrone
Brokkoli kochen? Bitte nicht! Wir rösten die kleinen Röschen scharf an. So bekommen sie einen erdigen, kräftigen Geschmack, der super zum Fleisch passt. Für den nötigen Crunch haust du ein paar geröstete Mandelblättchen drüber. Der absolute Gamechanger: Ein bisschen frischen Zitronenabrieb darüberstreuen. Die Frische schneidet durch das schwere Fleischaroma wie Butter!
Zutaten für 2 Personen
- 400 g frischer Brokkoli
- 2 EL Mandelblättchen
- Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
- 2 TL Olivenöl
- Salz und Chiliflocken nach Geschmack
Zubereitung
Schritt 1
Den Anfang machen wir mit den Mandelblättchen, falls du keine bereits gerösteten gekauft hast. Gib sie einfach ohne Fett in eine Pfanne, stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9 und röste sie, bis sie anfangen, leicht zu duften und Farbe zu bekommen. Behalte sie dabei gut im Auge und schwenke die Pfanne immer mal wieder, denn sie verbrennen schneller, als du gucken kannst. Sind sie goldbraun, holst du sie sofort aus der heißen Pfanne und parkst sie auf einem kalten Teller.
Schritt 2
Jetzt geht es dem Brokkoli an den Kragen. Zuerst wäschst du ihn natürlich ab. Dann schneidest du ihn in kleine, mundgerechte Röschen. Ihn jetzt in Wasser weich zu kochen, wäre wirklich eine Schande für den armen Kerl. Wir wollen Geschmack und Röstaromen! Gib die Röschen in eine Schüssel und massiere sie liebevoll mit dem Olivenöl und einer ordentlichen Prise Salz.
Schritt 3
Hast du eine Heißluftfritteuse? Perfekt! Gib den marinierten Brokkoli hinein und stelle das Gerät auf 190°C für etwa 10 bis 12 Minuten. Er soll schöne Röstaromen bekommen und an den Spitzen leicht knusprig werden.
Falls du keinen Airfryer besitzt, ist der Backofen dein bester Freund. Heize ihn einfach auf 200°C Ober-/Unterhitze (oder 180°C Umluft) vor. Verteile die Brokkoliröschen großzügig auf einem mit Backpapier belegten Blech und lass sie für etwa 15 bis 20 Minuten im Ofen rösten, bis sie bissfest sind und die Spitzen anfangen, leicht braun zu werden.
Schritt 4
Sobald dein Brokkoli schön knusprig ist, holst du ihn aus der Maschine oder dem Ofen und füllst ihn in eine Schüssel um. Jetzt kommt der Frische-Kick: Reibe die Schale der halben Bio-Zitrone darüber und gib, je nachdem, wie mutig du bist, ein paar Chiliflocken dazu. Vermische alles gut miteinander.
Schritt 5
Jetzt musst du den Brokkoli nur noch als kleinen Berg der Macht auf den Tellern anrichten und zum Schluss die gerösteten Mandelblättchen darüber streuen. Die Frische der Zitrone und der Crunch der Mandeln passen einfach genial zusammen.
4. Hokkaido-Spalten mit knusprigem Salbei
Du hast großen Hunger, willst aber danach nicht aufs Sofa rollen müssen? Hokkaido-Kürbis! In Spalten geschnitten, mit etwas Olivenöl im Ofen gebacken, wird er innen herrlich cremig und außen an den Rändern leicht karamellisiert. Der Clou: Brat ein paar frische Salbeiblätter kurz in der Pfanne knusprig an. Der herbe Salbei ist der perfekte, rustikale Gegenspieler zum saftigen Rind.
Zutaten für 2 Personen
- 500g Hokkaido-Kürbis
- 1 Handvoll frischer Salbei
- 2 TL Olivenöl
- Grobes Meersalz und schwarzer Pfeffer
- 1 EL Kürbiskerne
Zubereitung
Schritt 1
Den Auftakt für diese Beilage bilden die Kürbiskerne. Die röstest du in einer Pfanne, bis sie herrlich duften. Stelle hierzu eine Pfanne auf den Herd und gib die Kürbiskerne hinein. Du brauchst hierfür absolut kein Öl. Stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9 und erhitze sie. Sobald die Kerne leicht zu duften beginnen, rührst du um oder schwenkst kunstvoll die Pfanne, damit alle gleich viel Hitze abbekommen. Dann raus aus der Pfanne und ab damit auf einen kalten Teller. Denn lässt du sie in der Pfanne, dann werden daraus verkohlte Kürbiskerne, die nicht mehr so wirklich lecker schmecken.
Schritt 2
Nun ist die Schnibbelzeit angebrochen. Schnapp dir den Hokkaido-Kürbis, wasche ihn gut ab und halbiere ihn. Das Kerngehäuse löffelst du einfach heraus. Danach schneidest du den Kürbis in stattliche Spalten. Das Geniale am Hokkaido: du musst ihn überhaupt nicht schälen, denn die Schale wird beim Garen wunderbar weich. Gib die Spalten in eine Schüssel und vermenge sie mit 1 TL Olivenöl und einer ordentlichen Prise von dem groben Meersalz.
Schritt 3
Jetzt geht es ans Rösten! Wenn du eine Heißluftfritteuse hast, gib die marinierten Kürbisspalten hinein und stelle das Gerät auf 200°C für etwa 15 bis 20 Minuten ein, bis die Ränder schön karamellisieren und das Innere herrlich cremig wird. Als Alternative zur Heißluftfritteuse nimmst du einfach den Backofen. Heize ihn auf 200°C Umluft vor, verteile die Kürbisspalten großzügig auf einem mit Backpapier belegten Blech und lass sie für etwa 20 Minuten backen.
Schritt 4
Während der Kürbis vor sich hin röstet oder backt, widmen wir uns dem Salbei-Manöver. Stelle eine kleine Pfanne auf den Herd, gib den verbliebenen Teelöffel Olivenöl hinein und erhitze das Ganze auf Stufe 6 von 9. Gib die frischen Salbeiblätter in die Pfanne und brate sie kurz an, bis sie richtig schön knusprig sind. Nimm sie dann direkt vom Herd.
Schritt 5
Sobald der Kürbis fertig ist, holst du ihn aus der Fritteuse oder dem Backofen. Richte die Hokkaido-Spalten wie kleine Goldbarren auf den Tellern an. Zum Schluss krönst du das Ganze mit den knusprigen Salbeiblättern und streust die gerösteten Kürbiskerne sowie etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darüber. Ein echtes, rustikales Meisterwerk!
5. Auberginen-Taler mit Miso (aka Umami-Bombe)
Aubergine in dicke Taler schneiden, kreuzweise einritzen und in der Heißluftfritteuse (oder im Ofen) weich und cremig rösten. Jetzt kommt der Trick: Bestreich sie mit etwas heller Miso-Paste (gibt's im gut sortierten Supermarkt beim Asia-Zeug) und einem winzigen Tropfen Honig. Das gibt so eine unglaubliche, herzhafte Tiefe (die Profis nennen das Umami), die sich wie eine dicke Umarmung um das Steak legt.
Zutaten für 2 Personen
- 1 große Aubergine
- 1 EL helle Miso-Paste
- 1 winziger Tropfen Honig
- 1 TL Sojasauce
- 2 TL helles (!!!) Sesamöl oder neutrales Öl (Achte zwingend darauf, dass du das helle Sesamöl verwendest. Denn nimmst Du dunkles Sesamöl, schmeckt das verbrannt und nicht gut.)
- 1 EL gehackte, ungesalzene Erdnüsse
Zubereitung
Schritt 1
Den Auftakt machen wir mit dem Crunch-Faktor: den Erdnüssen. Gib die gehackten Erdnüsse komplett ohne Fett in eine Pfanne und stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9. Röste sie langsam an, bis sie eine schöne Farbe bekommen und anfangen, wunderbar zu duften. Schwenke die Pfanne dabei ab und zu, damit nichts anbrennt. Sobald sie fertig sind, holst du sie sofort aus der heißen Pfanne und stellst sie auf einem kalten Teller beiseite.
Schritt 2
Jetzt widmest du dich der Aubergine. Wasche sie gut ab und schneide sie in schöne, dicke Taler. Damit die Aromen später richtig tief in das Gemüse einziehen können, ritzt du die Oberfläche der Taler kreuzweise tief ein, sodass ein sauberes Raster entsteht. Bepinsle die eingeritzten Auberginen-Taler dann mit einem Teelöffel von dem Sesamöl.
Schritt 3
Nun wird es weich und aromatisch. Hast du eine Heißluftfritteuse, gibst du die Auberginen hinein und stellst sie bei 190 °C für 15 Minuten ein, bis sie richtig schön weich sind. Als Alternative zur Heißluftfritteuse nehmen wir den Backofen. Heize ihn einfach auf 200 °C Umluft vor, lege die Taler auf ein mit Backpapier belegtes Blech und backe sie für etwa 20 Minuten, bis sie herrlich wehrlos und butterweich sind.
Schritt 4
Während die Aubergine vor sich hin gart, rührst du die Umami-Glasur an. Schnapp dir eine kleine Schüssel und vermische die helle Miso-Paste, den winzigen Tropfen Honig und die Sojasauce zu einem schönen, dicken Lack.
Schritt 5
Nach der Garzeit holst du die Auberginen-Taler kurz aus der Heißluftfritteuse oder dem Backofen. Bestreiche sie richtig schön dick mit deiner vorbereiteten Miso-Glasur. Gib sie dann für weitere 3 Minuten zurück in die Hitze, damit die Marinade wunderbar karamellisieren kann. Sie sollten am Ende fast wie flüssiges Gold glänzen.
Schritt 6
Hol die cremigen Taler heraus und richte sie auf den Tellern an. Zum Schluss streust du einfach die gerösteten Erdnüsse darüber. Eine echte Umarmung für deinen Gaumen!
6. Knackige Sesam-Chili-Bohnen
Manchmal braucht ein schweres Steak einfach was Frisches, Knackiges. Grüne Bohnen kurz blanchieren (also kurz in kochendes Wasser und dann eiskalt abschrecken), und dann mit Knoblauch, einem Schuss Sojasauce und einer Prise Chili (für den Wumms) marinieren. Noch etwas gerösteten Sesam drüber und fertig! Sättigt super, liegt aber nicht schwer im Magen.
Zutaten für 2 Personen
- 400 g grüne Bohnen (frisch)
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Sojasauce
- 1 TL helles (!!!!) Sesamöl (Wirklich das Helle. Wenn Du dunkles Sesamöl nimmst, schmeckt das eher nach abgefackelten Autoreifen.)
- 1 ordentliche Prise Chiliflocken (für den Wumms)
- 2 EL Sesam
Zubereitung
Schritt 1
Den Anfang macht unser Crunch-Faktor: der Sesam. Gib die Sesamsamen komplett ohne Fett in eine Pfanne und stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9. Röste sie langsam an, bis sie anfangen, wunderbar zu duften und leicht braun zu werden. Rühre dabei immer mal wieder um oder schwenke die Pfanne, damit nichts ansetzt. Sind sie schön goldbraun, holst du sie sofort aus der heißen Pfanne und stellst sie auf einem kalten Teller beiseite. Bleiben sie in der Pfanne, verbrennen sie dir durch die Restwärme.
Schritt 2
Jetzt schnappst du dir die Bohnen. Wasche sie kurz ab und schneide die Enden auf beiden Seiten ab. Die Knoblauchzehe schälst du und hackst sie in ganz feine Würfelchen.
Schritt 3
Setze einen Topf mit Wasser auf den Herd und bringe es auf Stufe 9 von 9 zum Kochen. Sobald das Wasser richtig sprudelt, gibst du die Bohnen hinein und lässt sie für etwa 4 bis 5 Minuten kochen. Danach gießt du sie ab und schreckst sie sofort in einer Schüssel mit eiskaltem Wasser ab. Dieser kleine Schock hält sie richtig schön knackig und sorgt dafür, dass sie ihre leuchtend grüne Farbe behalten. Vergiss nie: graue Bohnen sind traurig.
Schritt 4
Stelle nun eine Pfanne auf den Herd, gib das Sesamöl hinein und erhitze es auf Stufe 6 von 9. Wirf den fein gehackten Knoblauch und die Chiliflocken in die Pfanne und brate beides für nur etwa 10 Sekunden an. Bleib unbedingt dabei und pass gut auf: der Knoblauch darf auf keinen Fall zu dunkel werden, sonst schmeckt er richtig bitter!
Schritt 5
Gib nun die abgetropften Bohnen mit in die Pfanne. Lösche das Ganze sofort mit der Sojasauce ab und schwenke alles einmal richtig kräftig durch. Die Bohnen sollen von der würzigen Sojasauce und dem Knoblauch-Chili-Öl wunderbar ummantelt werden.
Schritt 6
Nimm die Pfanne vom Herd und richte die Bohnen längs auf den Tellern an. Zum krönenden Abschluss streust du den gerösteten Sesam einfach großzügig darüber. Dieser sorgt für die geniale Textur und das gewisse Etwas auf dem Teller.
7. Ofen-Fenchel mit geschmolzenen Kirschtomaten
Viele machen ja einen Bogen um Fenchel. Völlig zu Unrecht! Im Ofen gebacken verliert er seinen krassen Anis-Geschmack und wird super mild und süßlich. Pack einfach ein paar Kirschtomaten mit aufs Blech. Die platzen in der Hitze auf und bilden eine mega leckere, natürliche Soße.
Zutaten für 2 Personen
- 500 g Fenchel
- 250 g Kirschtomaten
- 1 TL Olivenöl
- Grobkörniges Salz und schwarzer Pfeffer
- 2 EL Panko
Zubereitung
Schritt 1
Lass uns direkt mit dem Wichtigsten anfangen: dem perfekten Crunch! Ohne den geht auf dem Teller später nämlich gar nichts. Schmeiß das Panko einfach komplett nackig – also völlig ohne Fett – in eine Pfanne. Stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9 und röste die Brösel gemütlich an, bis sie eine schöne goldbraune Farbe haben. Behalte sie dabei gut im Auge und schwenke die Pfanne regelmäßig, sonst hast du am Ende schwarze Brösel. Sind sie fertig, holst du sie sofort aus der heißen Pfanne und parkst sie auf einem kalten Teller.
Schritt 2
Nun ist die Schnibbelzeit angebrochen. Schnapp dir den Fenchel, wasche ihn ab und halbiere ihn. Den harten Strunk in der Mitte schneidest du einfach keilförmig heraus, den können wir absolut nicht gebrauchen. Danach schneidest du den Fenchel in schöne, dicke Spalten. Die Kirschtomaten musst du nur kurz unter fließendem Wasser abwaschen, sie bleiben ansonsten komplett ganz.
Schritt 3
Heize deinen Backofen auf 200 °C Umluft vor. Verteile die Fenchelspalten und die ganzen Kirschtomaten auf einem mit Backpapier belegten Blech. Gib den Teelöffel Olivenöl darüber und massiere es mit den Händen leicht in das Gemüse ein. Würze alles noch ordentlich mit dem grobkörnigen Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer.
Schritt 4
Schiebe das Blech in den Ofen und lass das Gemüse für etwa 25 Minuten backen. Der Fenchel verliert in dieser Zeit seinen strengen Geschmack und wird wunderbar weich und süßlich. Die Kirschtomaten platzen durch die Hitze auf und verschmelzen zu einer richtig fantastischen, natürlichen Sauce.
Schritt 5
Hol das Blech aus dem Ofen. Richte den herrlich mild-süßen Fenchel auf den Tellern an und löffle die geschmolzenen, aufgeplatzten Tomaten mitsamt ihrem fruchtigen Saft einfach über den Fenchel. Zum Schluss streust du dein goldbraunes Panko großzügig über das Gemüse.
8. Cheesy Zucchini-Röllchen mit Mozzarella
Zucchini besteht ja fast nur aus Wasser, man kann sich also richtig satt daran essen, ohne zu platzen. Schneide sie in dünne Scheiben, bestreich sie mit etwas Kräuterquark, leg ein Stückchen milden Mozzarella drauf, roll sie auf und ab in den Ofen damit. Der Käse schmilzt herrlich. Schmeckt wie ein sündiges Gratin, ist aber viel leichter!
Zutaten für 2 Personen
- 400 g Zucchini
- 100 g Kräuterquark
- 125 g Mozzarella
- 1 TL Olivenöl
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 10 g Pinienkerne
Zubereitung
Schritt 1
Starten wir direkt mit der gefährlichsten Mission des gesamten Rezepts: dem Anrösten der Pinienkerne! Schmeiß die 10 g komplett ohne Öl in eine Pfanne und stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9. Röste sie gemütlich an, bis sie eine schöne goldbraune Farbe bekommen und anfangen, herrlich zu duften. Bleib aber am besten direkt daneben stehen und schwenke die Pfanne ab und zu. Pinienkerne haben nämlich die heimtückische Angewohnheit, von „noch ganz blass“ zu „komplett verbrannt“ in etwa drei Sekunden zu wechseln. Sobald sie fertig sind, ab damit auf einen kalten Teller, damit sie nicht in der Restwärme der Pfanne nachgaren.
Schritt 2
Heize deinen Backofen auf 200 °C Umluft vor. Danach geht es an die Tarnkappe für unseren Käse. Wasche die Zucchini ab und schneide sie der Länge nach in etwa 3 bis 4 Millimeter dünne Scheiben. Wenn du einen Gemüsehobel hast, geht das natürlich super schnell und gleichmäßig, aber ein scharfes Messer und eine ruhige Hand tun es absolut auch.
Schritt 3
Lass den Mozzarella gut abtropfen und schneide ihn in kleine Stifte. Jetzt schnappst du dir jede Zucchinischeibe und bestreichst sie schön dünn mit dem Kräuterquark. Würze das Ganze mit etwas Salz und Pfeffer. Leg ein Stück Mozzarella an ein Ende der Scheibe und rolle die Zucchini stramm auf. Das machst du so lange, bis alle Scheiben verarztet sind.
Schritt 4
Bepinsle eine kleine Auflaufform leicht mit dem Teelöffel Olivenöl und setze die Zucchini-Röllchen aufrecht hinein. Schieb die Form in den heißen Ofen und backe das Ganze für etwa 15 Minuten. Die Zucchini wird in dieser Zeit wunderbar weich und der Käse schmilzt zu einer sündhaft leckeren Füllung.
Schritt 5
Hol die Form aus dem Ofen und pass auf, dass du dir nicht die Finger verbrennst. Richte die heißen Röllchen auf den Tellern an und verteile zum Schluss die gerösteten Pinienkerne darüber. Die sorgen für den perfekten finalen Biss bei dieser herrlich cremigen Beilage!
9. Smoky Airfryer-Blumenkohl
Blumenkohl aus der Heißluftfritteuse ist eh der Wahnsinn, weil er so geniale Röstaromen bekommt. Wenn du ihn vorher mit etwas geräuchertem Paprikapulver (Pimentón de la Vera) würzt, baut das eine geschmackliche Brücke direkt zu den Röstaromen deines Steaks.
Zutaten für 2 Personen
- 400 g Blumenkohl
- 1 TL Pimentón de la Vera (geräuchertes Paprikapulver)
- 1 TL Olivenöl
- Grobkörniges Salz und schwarzer Pfeffer
- 10 g gehackte Mandeln
Zubereitung
Schritt 1
Bevor wir uns dem Gemüse widmen, kümmern wir uns um das knusprige Finale! Gib die gehackten Mandeln komplett ohne auch nur einen einzigen Tropfen Öl in eine Pfanne. Stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9 und röste die Mandeln langsam an, bis sie herrlich duften und eine goldbraune Farbe bekommen. Behalte sie gut im Auge und schwenke die Pfanne immer mal wieder durch. Wenn sie perfekt sind, holst du sie sofort heraus und parkst sie auf einem kalten Teller, damit sie nicht im Nachhinein noch verbrennen.
Schritt 2
Jetzt geht es dem Blumenkohl an den Kragen. Wasche ihn kurz ab und teile ihn in kleine, mundgerechte Röschen. Ab damit in eine Schüssel. Nun kommt die rauchige Massage: Gib das Olivenöl, das geräucherte Paprikapulver, eine ordentliche Prise vom grobkörnigen Salz und etwas schwarzen Pfeffer dazu. Knete die Gewürze mit deinen Händen richtig schön in jedes einzelne Röschen ein, damit auch wirklich jeder Winkel die rauchige Botschaft versteht.
Schritt 3
Ab in die Hitze! Wenn du eine Heißluftfritteuse besitzt, wirf die marinierten Röschen hinein und stelle das Gerät auf 190 °C für etwa 14 Minuten ein. Der Blumenkohl soll kräftige Röstaromen sammeln und richtig schön Farbe bekommen. Hast du keinen Airfryer? Absolut kein Problem, dein Backofen übernimmt den Job liebend gern. Heize ihn einfach auf 200 °C Umluft vor, verteile die Röschen großzügig auf einem mit Backpapier belegten Blech und lass sie für etwa 15 bis 20 Minuten backen, bis sie weich sind und an den Spitzen leicht knusprig werden.
Schritt 4
Sobald der Blumenkohl perfekt geröstet ist, holst du ihn aus der Fritteuse oder dem Ofen und türmst ihn als massiven, herrlich duftenden Berg auf den Tellern auf. Zum Schluss lässt du die gerösteten Mandeln wie einen knusprigen Regen darüber fallen. Ein Anblick, der nicht nur fantastisch aussieht, sondern auch auf der Zunge richtig abliefert!
10. Kräuterseitlinge auf Knoblauch-Spinat
Kräuterseitlinge sind quasi das Steak unter den Pilzen. Brate sie schön an. In einer zweiten Pfanne lässt du einfach frischen Blattspinat mit etwas Knoblauch und einem Hauch Muskat zusammenfallen. Die Pilze liefern puren Geschmack, der Spinat bringt Frische und Feuchtigkeit, die das Fett des Steaks super ausbalanciert.
Zutaten für 2 Personen
- 250 g Kräuterseitlinge
- 300 g frischer Blattspinat
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 2 TL Olivenöl
- Salz und schwarzer Pfeffer
- 10 g Walnüsse
Zubereitung
Schritt 1
Bevor wir uns gleich kopfüber in die Pilz-Pfanne stürzen, befreien wir erst einmal unsere Geheimwaffe für den perfekten Crunch! Schnapp dir eine Pfanne und schmeiß die Walnüsse, die du vorher grob gehackt hast, komplett trocken – also wirklich ohne auch nur einen Tropfen Öl – hinein. Stell die Herdplatte auf Stufe 6 von 9. Röste sie langsam, bis sie eine schöne Farbe haben und herrlich duften. Lass sie aber bloß nicht aus den Augen und schwenke die Pfanne ab und zu. Sobald sie fertig sind, ab damit auf einen kalten Teller, sonst rösten sie in der heißen Pfanne gnadenlos weiter und werden schwarz.
Schritt 2
Jetzt geht es ans Eingemachte. Putze die Kräuterseitlinge vorsichtig ab (am besten mit einem Stück Küchenpapier, Pilze mögen es nämlich gar nicht, in Wasser ertränkt zu werden) und schneide sie der Länge nach in richtig schöne, dicke Scheiben. Den Blattspinat wäschst du gründlich durch und lässt ihn gut abtropfen. Die Knoblauchzehe schälst du und hackst sie in ganz feine Würfelchen.
Schritt 3
Stell eine große Pfanne auf den Herd und gib 1 TL Olivenöl hinein. Erhitze das Ganze ordentlich auf Stufe 9 von 9, denn die Pilze brauchen richtig Hitze, um toll gebraten zu werden. Gib die Kräuterseitlinge in die Pfanne und brate sie von beiden Seiten kräftig an, bis sie eine tolle goldbraune Farbe haben. Schalte dann auf Stufe 6 von 9 herunter und lass sie noch kurz etwas brutzeln. Nimm sie danach aus der Pfanne und parke sie kurz auf einem Teller.
Schritt 4
In derselben Pfanne (oder in einer frischen, wenn du magst) erhitzt du nun den zweiten Teelöffel Olivenöl auf Stufe 6 von 9. Wirf den gehackten Knoblauch hinein und lass ihn ganz kurz schwitzen. Pass auf wie ein Schießhund: er darf nicht braun werden, sonst schmeckt er richtig bitter! Gib dann direkt den feuchten Spinat dazu. Er wird innerhalb von Sekunden in sich zusammenfallen. Keine Panik, das ist völlig normal und muss so sein.
Schritt 5
Schmecke den Spinat mit einer guten Prise frisch geriebener Muskatnuss, ordentlich Salz und schwarzem Pfeffer ab. Richte dir dann ein schönes, grünes Bett aus dem feuchten, aromatischen Knoblauch-Spinat auf den Tellern an. Lege die gebratenen Kräuterseitlinge elegant oben drauf. Zum Schluss streust du die gerösteten Walnüsse als knusprigen Kontrast einfach darüber. Das Zusammenspiel aus dem saftigen Spinat und den fleischigen Pilzen ist der absolute Wahnsinn!
11. Orangen-Wurzelgemüse
Karotten und Pastinaken in Stifte schneiden und im Ofen langsam karamellisieren lassen. Diese natürliche Süße passt perfekt zu den salzigen, rauchigen Noten vom Rindfleisch. Der Überraschungseffekt: Reib am Ende etwas Schale einer Bio-Orange darüber. Das gibt einen unfassbaren Frische-Kick!
Zutaten für 2 Personen
- 200 g Karotten
- 200 g Pastinaken
- Abrieb 1/2 Bio-Orange
- 1 TL Olivenöl
- Grobes Meersalz
- 10 g Kürbiskerne
Zubereitung
Schritt 1
Wer braucht schon langweilige Beilagen, wenn man einen knusprigen Joker im Ärmel hat? Genau, niemand! Deshalb kümmern wir uns zuerst um die Kürbiskerne. Wirf die 10 g komplett ohne Öl in eine Pfanne und stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9. Röste die kleinen Dinger gemütlich an, bis sie eine schöne Farbe bekommen und anfangen, herrlich zu duften. Bleib aber schön in der Nähe und schwenke die Pfanne immer mal wieder durch. Sobald sie fertig sind, ab damit auf einen kalten Teller, denn in der heißen Pfanne verbrennen sie dir schneller, als du das Gemüse schälen kannst.
Heize deinen Backofen auf 200 °C Umluft vor.
Schritt 2
Jetzt rücken wir dem Wurzelwerk zu Leibe. Schnapp dir die Karotten und die Pastinaken und schäle sie. Danach schneidest du beides in schöne, gleichmäßige Stifte. Ein bisschen Präzision schadet hier nicht, damit am Ende im Ofen auch alles gleichzeitig gar wird.
Schritt 3
Gib die Gemüsestifte in eine Schüssel, träufle den Teelöffel Olivenöl darüber und streue eine ordentliche Prise vom groben Meersalz dazu. Misch das Ganze gut durch, mit den Händen geht das am besten, bis jeder Stift etwas Öl und Salz abbekommen hat.
Schritt 4
Verteile das Wurzelgemüse auf einem mit Backpapier belegten Blech und schieb es für etwa 20 Minuten in den heißen Ofen. Die Hitze lockt die natürliche Süße aus Karotten und Pastinaken herrlich heraus und lässt die Ränder wunderbar karamellisieren.
Schritt 5
Sobald das Gemüse weich ist und tolle Röstaromen gesammelt hat, holst du das Blech aus dem Ofen. Jetzt kommt der absolute Frische-Coup: Reibe sofort die Schale der halben Bio-Orange direkt über das noch heiße Gemüse und menge es kurz durch. Durch die Hitze entfalten sich die ätherischen Öle der Orange explosionsartig und der geniale Duft wird sofort deine ganze Küche beherrschen! Schritt 6 Richte das süße, karamellisierte Wurzelgemüse auf den Tellern an. Zum krönenden Abschluss streust du die gerösteten Kürbiskerne darüber. Die sorgen für den finalen Biss bei dieser unfassbar leckeren Beilage.
12. Vanille-Spargel aus der Pfanne
Wenn gerade Spargelzeit ist: Schnapp dir den weißen Spargel, aber koch ihn nicht im Wasser tot! Brate ihn stattdessen scharf in der Pfanne an. Die leichten Bitternoten passen super zum Fleisch. Der Trick: Gib eine winzige Prise Mark aus einer Vanilleschote beim Braten dazu. Klingt verrückt, aber Vanille und Rindfleisch harmonieren unfassbar gut!
Zutaten für 2 Personen
- 400 g weißer Spargel
- 1 winzige Prise Mark aus einer frischen Vanilleschote (nimm bitte wirklich eine frische, also du musst jetzt nicht gleich nach Tahiti fliegen ... obwohl ... naja, die aus dem Glasröhrchen ist vollkommen okay und es lohnt sich)
- 1 TL Olivenöl
- Salz und eine Prise weißer Pfeffer
- 10 g gehobelte Haselnüsse
Zubereitung
Schritt 1
Bevor das große Spargelschälen losgeht, erledigen wir schnell den gemütlichen Teil: unseren Crunch! Wirf die gehobelten Haselnüsse ohne Fett in eine Pfanne. Stelle die Herdplatte auf Stufe 6 von 9 und röste sie, bis sie anfangen, himmlisch zu duften und leicht braun zu werden. Geh am besten nicht ans Handy, denn gehobelte Nüsse verbrennen in absoluter Rekordzeit. Wenn sie schön goldbraun sind, holst du sie sofort aus der Pfanne und lässt sie auf einem kalten Teller abkühlen.
Schritt 2
Jetzt ist Handarbeit gefragt. Schnapp dir den Spargel, wasche ihn ab und schäle ihn von unterhalb des Kopfes bis nach unten richtig sauber. Die holzigen Enden schneidest du großzügig ab. Da wir den Spargel braten und nicht klassisch im Wasserbad zu Tode kochen wollen, halbierst du die geschälten Stangen einfach einmal quer in der Mitte, damit sie besser in die Pfanne passen.
Schritt 3
Stelle eine Pfanne auf den Herd, gib den Teelöffel Olivenöl hinein und drehe die Hitze auf Stufe 8 von 9. Sobald die Pfanne richtig heiß ist, gibst du den rohen Spargel hinein. Brate ihn scharf an, bis er ordentlich Farbe annimmt (so ca. 2 Minuten), schalte dann aber rechtzeitig auf Stufe 6 von 9 herunter und brate ihn weiter für etwa 3 – 4 Minuten (je nach Dicke). So wird er wunderbar durch, behält aber noch einen richtig schönen Biss.
Schritt 4
In der letzten Minute kommt die absolute Magie ins Spiel: Gib das Vanillemark mit in die Pfanne und schwenke den Spargel kräftig durch. Die ätherischen Öle der Vanille verbinden sich jetzt mit den Röstaromen. Schmecke das Ganze noch mit Salz und einer Prise weißem Pfeffer ab.
Schritt 5
Richte den goldbraun gebratenen Vanille-Spargel elegant auf den Tellern an. Zum Schluss streust du die gerösteten Haselnüsse darüber. Ein extrem edler Begleiter, der deinem Steak mächtig Konkurrenz machen wird.
Bonus: Welches Getränk passt zu Steak?
Ein gutes Essen braucht auch eine gute Begleitung im Glas. Und nein, es muss nicht immer Alkohol sein! Hier sind meine Lieblings-Drinks zum Steak.
Mit Umdrehungen | Alkoholische Getränke zu Steak
-
Der Klassiker: Kräftiger Rotwein (z.B. Primitivo oder Syrah)
Ein dunkler, schwerer Rotwein mit Noten von dunklen Beeren und etwas Pfeffer. Die Gerbstoffe im Wein (Tannine) binden sich an das Fett vom Steak. Das macht das Fleisch zarter und den Wein samtiger. Ein Traum! -
Die Überraschung: Ein kaltes India Pale Ale (IPA Bier)
Wer keinen Wein mag, greift zum IPA. Die krassen Hopfennoten und die Bitterkeit wirken wie ein kleiner Putzlappen für den Gaumen. Nimmt es locker mit dem Fett auf, besonders geil, wenn du die Bohnen oder Auberginen mit Soja-/Miso-Aroma dazu machst. -
Der Elegante: Ein kühler Spätburgunder (Pinot Noir)
Nicht ganz so schwer wie der Primitivo. Schmeckt nach roten Waldbeeren und ist super elegant. Perfekt, wenn du den Spitzkohl oder den Brokkoli machst, da er das Gemüse nicht geschmacklich plattwalzt.
Ohne Kater-Gefahr | Alkoholfreie Getränke zu Steak
-
Mocktail „Fake Rotwein“ (Kirschsaft mit Tonic & Rosmarin)
Mische herben, ungesüßten Kirschsaft mit einem guten Schuss trockenem Tonic Water. Steck noch einen Zweig frischen Rosmarin mit ins Glas. Die Säure der Kirsche und die leichte Bitterkeit vom Tonic imitieren fast schon einen Rotwein und reinigen den Gaumen nach jedem Bissen. -
Cold-Brew Earl Grey Tee mit Zitrone
Schwarzer Tee hat Gerbstoffe, genau wie Rotwein. Wenn du ihn kalt ansetzt (Cold Brew), wird er nicht bitter, sondern mega erfrischend. Ein Spritzer Zitrone dazu und du hast einen richtig edlen Drink zum Steak. -
Gurken-Basilikum-Splash
Zerstoße etwas frisches Basilikum und ein paar Gurkenscheiben im Glas. Füll das Ganze mit eiskaltem Sprudelwasser und einem Spritzer Limette auf. Erfrischt extrem gut und macht dich direkt bereit für das nächste Stück Fleisch!
Ran an die Pfanne!
So, genug der Theorie, jetzt bist du dran! Schnapp dir dein Lieblings-Steak, heiz die Pfanne ordentlich ein und probier beim nächsten Mal unbedingt eine dieser Gemüse-Beilagen aus. Du wirst sehen, wie genial sich die Aromen ergänzen und dein Dinner geschmacklich durch die Decke gehen lassen, ohne dass Du danach ins Food-Koma fällst.